Fachtagung zur Depolymerisation

Die globale Verbreitung von Kunststoffabfällen und Mikroplastik sind ein wachsendes Problem. Die Konversion von Kunststoffen in chemische Rohstoffe oder Kraftstoffe wird seit rd. 40 Jahren als ein Weg zur Substitution begrenzter Erdölvorräte und zugleich als Ergänzung zur thermischen Verwertung der Restkunststoffe verfolgt. Dennoch wurden Depolymerisationstechnologien weltweit im Kunststoffrecycling kaum im industriellen Maßstab eingeführt und längerfristig betrieben.

Die Fachtagung “Neue Entwicklungen und Tendenzen in der Depolymerisation von werkstofflich schwer verwertbaren Altkunststoffen” am 5. November 2019 in Osnabrück geht der Frage nach, ob die Depolymerisation als eine Form des rohstofflichen Kunststoffrecycling eine wirtschaftliche Ergänzung des werkstofflichen Recyclings auf der einen Seite und eine Alternative zur energetischen Verwertung auf der anderen Seite sein kann und unter welchen Bedingungen dies dann möglich wäre.

Neben Fachvorträgen werden die Kernthesen einer von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) finanzierten Studie zu diesem Themenkomplex vorgestellt und diskutiert.

Die Veranstaltung wird von der Deutschen Bundeststiftung Umwelt (DBU) im Rahmen der Studie “Evaluierung unter Realbedingungen von thermisch-chemischen Deopolymerisationstechnologien (Zersetzungsverfahren) zur Verwertung von Kunststoffabfällen” gefördert und durchgeführt.

Weitere Details und Anmeldung.

Kooperation mit der Hochschule Merseburg

Ihre langjährige Zusammenarbeit bekräftigten die Hochschule Merseburg und das Steinbeis-Transferzentrum Ressourcen-Technologie und Management (RTM) am 24. November mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages.

Hochschulrektor Prof. Jörg Kirbs und der Leiter des Steinbeis RTM Markus Klätte unterzeichneten im Beisein von Prof. Valentin Cepus, Dekan des Fachbereichs Ingenieur- und Naturwissenschaften der Hochschule, den Vertrag im Rektorat der Hochschule Merseburg.

Gemeinsame Projekte der Hochschule mit dem Transferzentrum gibt es bereits seit 2008 in den Forschungsbereichen Chemie/Kunststoffe und Rohstoffe/Energie/Umwelt. Die Hochschulprofessoren Valentin Cepus und Mathias Seitz traten im vorigen Jahr als Projektleiter in das Steinbeis-Transferzentrum ein, um intensiver an Recyclingverfahren und ressourcenschonenden Prozessen zu forschen.

Tagungsband THERMOLYPHOS

Der Tagungsband ist erschienen und kann nun bei Amazon oder bei der Steinbeis-Edition direkt bestellt werden. Herzlichen Dank an alle Autoren für die hervorragende Arbeit!

Klappentext: Seit einigen Jahren gibt es eine rege Diskussion über thermische Klärschlammnutzung und Phosphorrecycling.Es fällt jedoch auf, dass die Pyrolyse von Klärschlamm, die insbesondere in kleineren und mittleren Klärwerken sinnvoll erscheint, in dieser Diskussion kaum eine Rolle spielt. Das Innovationsforum THERMOLYPHOS des Steinbeis-Transferzentrums Ressourcen-Technologie und Management ging der Frage nach, inwieweit Pyrolyse von Klärschlamm mit dem von der aktuellen Gesetzgebung geforderten Phosphorrecycling kombinierbar ist und welche besonderen Möglichkeiten sich hieraus ergeben. Verschiedene Fachleute aus unterschiedlichen Unternehmen und Institutionen haben sich im Oktober 2016 in Halle (Saale) getroffen, um die Besonderheiten, Chancen und Möglichkeiten dieser Kombination von Technologien zu erörtern, erste Ergebnisse von Untersuchungen auszutauschen und über mögliche weitere Entwicklungen zu diskutieren. Der vorliegende Dokumentationsband dieser Tagung in Momentaufnahme ist als ein Punkt in dieser interessanten Entwicklung anzusehen. Neben einer profunden Verfahrensübersicht werden u. a. einige aussichtsreiche Technologien der Pyrolyse und Vergasung, des Phosphorrecyclings, der Klärschlammentwässerung, aber auch Informationen zu den Randbedingungen vorgestellt, bei denen es keineswegs nur technische Hürden zu überwinden gilt.

Weitere Informationen zum Innovationsforum THERMOLYPHOS können Sie auch auf der Projektwebsite www.thermolyphos.de erhalten.